Amnesty International Gruppe Schwelm (1524)

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Gruppe Schwelm (1524)

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„For me Amnesty is everything… Amnesty is god’s angel… Jesus who works on earth and dries the tears of those [in pain]. [It] becomes the strength for those drowning… cheering up those who are sad… being the friend of the excluded… the protector of those in need… the parents of those who are fatherless and motherless… and the hope which keeps our hope alive… Thank you to everyone at Amnesty International… members across the world… May Jesus God protect you all. [This message is ] from someone who has suffered and who now smiles again thanks to Amnesty.“

Yusak Pakage, freigelassener politischer Gefangene aus Papua (Indonesien), für den sich die Gruppe Schwelm/Wuppertal einsetzte

In Schwelm/Wuppertal aktiv für die Menschenrechte

Die Gruppe 1524 umfasst das Schwelmer (bzw. den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis) und das östliche Wuppertaler Stadtgebiet (Langerfeld bis Oberbarmen). Damit zählt die Gruppe zum Amnesty-Bezirk Wuppertal. Unsere Gruppe kümmerte sich in der Vergangenheit um zahlreiche persönliche Einzelschicksale von politischen Häftlingen in aller Welt. Momentan kümmern wir uns um die Freilassung gewaltloser politischer Gefangener in der indonesischen Provinz Papua, darunter dem ehemaligen Beamten Filep Karma, der im Mai 2005 wegen des Hissens einer Flagge zu fünfzehn Jahren Gefängnis verurteilt worden ist. Ferner beschäftigen wir uns seit einigen Jahren mit dem Thema der Abschaffung der Todesstrafe. Dazu begleiten wir den Fall des japanischen Todesstrafenkandidaten Okunishi Masaru, der bereits seit über 40 Jahren im japanischen Todestrakt sitzt.

Wir begleiten die Menschenrechtslage in West-Papua und betrachten sie mit großer Besorgnis. Die indonesische Provinz, die aufgrund einer kirchenlichen Partnerschaft zu Schwelm eine ganz besondere Beziehung unterhält, wird ständig durch Massaker vom indonesische Militär erschüttert. Besorgniserregend ist ferner die Situation der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte in West-Papua, insb. das Recht auf Bildung. Schülern wird nicht die notwendige Bildung zuteil. Ein Mitglied unserer Amnesty-Gruppe besuchte West-Papua im Herbst 2008 und machte sich auch ein persönliches Bild von der dortigen Menschenrechtslage und traf gewaltlose politische Häftlinge.

Bereits wegen des Hissens der Morgensternflagge können Papuas langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt werden, was der Fall von Filep Karma und Yusak Pakage zeigt, für die unsere Gruppe eine beispielslose Unterschriftenaktion ("10.000 Unterschriften für gewaltlose politische Häfltinge in West-Papua" vgl. Aktuelles) durchführt. Der Student Yusak Pakage, der zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden war, wurde auf öffentlichen Druck im Juni 2010 durch den indonesischen Staatspräsidenten begnadigt und ist seit dem 6. Juli 2010 wieder frei.

Neben der konkreten Fallarbeit tritt die Amnesty-Gruppe auch mit Vorträgen und Veranstaltungen zu diversen menschenrechtlichen Themen in die Öffentlichkeit. Wir besuchen Schulen und Vereine und berichten über die Menschenrechtslage und die Arbeit unserer Organisation.

Mit dem Besuch des ehemaligen US-Todesstrafenkandidaten Juan Roberto Melendez (über 17 Jahre unschuldig im Todestrakt) im Jahre 2005 wurde ferner das "Schwelmer Menschenrechtsforum" gegründet. Im Oktober 2007 hatten wir so den bekannten Fernsehjournalisten Klaus Bednarz (ARD-Sendung "Monitor") beim 2. Schwelmer Menschenrechtsforum zu Gast, der aus dem literarischen Nachlass der russischen Journalistin und Menschenrechtlerin Anna Politkovskaja vor einem ausverkauften Ibach-Saal las.

Hinzu kommen Vorlesungsreihen an der Bergischen Universität in Wuppertal und zahlreiche weitere Aktionen (Kunstkartenaktionen mit Wuppertaler Kunststudenten, Ausstellungen "Bilder aus der Todeszelle" und Stände auf heimischen Basaren und Märkten sowie - äußerst erfolgreiche - Literaturwettbewerbe) etc.

Und vielleicht wäre wohl so manch ein gewaltloser politischer Gefangene weltweit ohne den unermüdlichen Einsatz der heimischen Menschenrechtsschützer noch nicht wieder frei.

Dem Einsatz für die Menschenrechte sind kaum Grenzen gesetzt.

Unsere Gruppe