Amnesty International Gruppe Schwelm (1524)

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Themenschwerpunkt: Roma in Europa

Roma – eine ungeliebte Minderheit!

Roma sind die größte ethnische Minderheit in der EU - und leben fast überall ausgegrenzt, diskriminiert und in Armut. Ihr Zugang zu Bildung, Wohnraum, Arbeit und Gesundheitsversorgung ist eingeschränkt oder wird ihnen verwehrt. Immer wieder werden Roma-Siedlungen rechtswidrig zwangsgeräumt.

Von einem Lager ins Nächste - Nomadenplan für Roma in Italien. Roma leben in Ausgrenzung. (c) Amnesty International

Besonders prekär ist die Situation der Roma in Rumänien. Im Vergleich zu anderen Minderheiten sind Roma in Rumänien viel stärker von Armut betroffen. Die Entscheidungen der Behörden drängen sie noch weiter an den Rand der Gesellschaft: "Überall im Land werden Familien gegen ihren Willen aus ihren Häusern vertrieben. Sie verlieren aber nicht nur ihr Zuhause. Sie verlieren ihren Besitz, ihr soziales Umfeld, den Zugang zu Arbeit und staatlicher Hilfen," sagte Halya Gowan, Direktorin des Europa- und Zentralasien-Programms bei Amnesty International.

Der Fall der Roma von Mierurea Ciuc steht beispielhaft für die andauernde Diskriminierung und Ausgrenzung der Roma in Rumänien: 2004 vertrieben die Behörden von Miercurea Ciuc in Zentralrumänien mehr als 100 Roma aus einem Gebäude im Zentrum und siedelten sie außerhalb der Stadt wieder an - in Metallcontainern und in unmittelbarer Nähe einer Kläranlage. Etwa 25 Roma wollten nicht neben der Kläranlage wohnen und zogen es in ihrer Not vor, sich ein paar Kilometer davon entfernt an einer Müllhalde niederzulassen. Obwohl die verantwortlichen Behörden versprochen hatten, dass dies nur für den Übergang sei, leben die Roma-Familien immer noch unter diesen diskriminierenden und gesundheitsgefährdenden Bedingungen. Diese Zwangsräumung war nach internationalen Menschenrechtsstandards eindeutig illegal. Amnesty International fordert die rumänischen Behörden auf, rechtswidrige Zwangsräumungen von Roma zu beenden und den Betroffenen in Miercurea Ciuc endlich eine sichere und hygienisch angemessene Unterkunft zur Verfügung zu stellen.

Halya Gowan: "Es muss jetzt etwas passieren. Ein Zeichen muss gesetzt werden - Zwangsräumungen müssen gestoppt werden und das Recht auf Wohnen muss garantiert werden."

Die Schwelmer Amnesty-Gruppe macht mit ihrem neuen Themenschwerpunkt auf die Lage der Menschenrechtsverletzungen an den Roma aufmerksam. Machen Sie mit und unterzeichnen Sie diese Petition: Petitionsliste

Hier geht es zur Online-Petition: Rumänien: Gerechtigkeit für die Menschen aus der Coastei-Straße in Cluj-Napoca

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Neue Aktion: «Durst nach Gerechtigkeit» - PET-Flaschen für das Recht auf Wasser

Schicken Sie PET-Flaschen mit Petitionsetiketten an die israelische Botschaft

Im Oktober 2009 hat Amnesty International den Report «Durst nach Gerechtigkeit» über den eklatanten Wassermangel publiziert, unter dem die Palästinenserinnen und Palästinenser in den besetzten Gebieten leiden. Der Bericht fand international ein breites Echo, die Situation hat sich aber nicht verbessert. Mit dieser Aktion soll der Druck aufrecht erhalten werden.

Viele Palästinenserinnen und Palästinenser in den besetzten Gebieten haben keinen Zugang zu einer hinreichenden und sicheren Trinkwasserversorgung. Hauptursache dafür ist die diskriminierende Wasserverteilung durch die israelische Armee, welche sämtliche Wasserressourcen kontrolliert. Zusätzlich geht auch viel Wasser durch den mangelnden Unterhalt der Leitungen seitens der palästinensischen Wasserbehörde verloren.

Amnesty International fordert deshalb

von der israelischen Regierung:

Die völkerrechtswidrige Blockade des Gazastreifens ist aufzuheben und die Einfuhr von Ersatzteilen, Bau- und anderen Materialien und Geräten für die Instandhaltung der Infrastruktur der Wasserversorgung und Abwasserreinigung im Gazastreifen unverzüglich zu bewilligen. Die diskriminierende Wasserpolitik im Westjordanland muss beendet und den PalästinenserInnen gleichberechtigten Zugang zu den Wasserreserven gewährt werden. Alle hängigen Abrissanordnungen sind aufzuheben und die weitere Zerstörung von plästinensischen Wasserversorgungseinrichtungen im Westjordanland zu unterbinden.

von der palästinensischen Wasserbehörde:

Es müssen dringend konkrete Schritte eingeleitet werden für eine effiziente Wassernutzung bzw. die Minimierung der Verluste über marode Leitungen sowie gegen die Kontaminierung des Trinkwassers.

von der deutschen Bundesregierung:

Als Unterzeichnerstaat der Genfer Konventionen muss gerade auch die Bundesrepublik Druck auf Israel ausüben, damit die völkerrechtswidrige und diskriminierende Wasserpolitik im Westjordanland beendet und die Blockade des Gazastreifens aufgehoben wird.

Machen Sie mit!

Wir unterstützen die Aktion der Schweizerischen Amnesty-Sektion (siehe Film oben). Bestellen Sie die Protestetiketten. Amnesty International hat spezielle Klebeetiketten für PET-Flaschen produziert. Die Etiketten enthalten die Hauptforderungen von Amnesty sowie Platz für Unterschriften. Die Idee ist, die unterschriebenen Etiketten auf leere (pfandfreie) PET-Flaschen oder Tetrapacks zu kleben und diese in einem Paketkarton an die israelische Botschaft in Berlin zu schicken. Die Etiketten sind direkt über uns beziehbar. Bitte schicken Sie uns über das Kontaktformular eine Mail.

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Unterschriftenaktion: 10.000 Unterschriften für Filep Karma

Helfen Sie mit! Freilassung gewaltloser politischer Gefangener in Papua

Der ehemalige Beamte Filep Karma ist zu einer fünfzehnjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil er am 1. Dezember 2004 an einer friedlichen Zeremonie in Abepura in der indonesischen Provinz Papua teilgenommen hatte. Deswegen erhielt er im Mai 2005 wegen Landesverrats und staatsfeindlichen Verhaltens eine Haftstrafe von 15 Jahren. Wir sammeln mindestens 10.000 Unterschriften für seine Freilassung. Erfahren Sie mehr, wie Sie mitmachen können.

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Einsatz für Liu Xiaobo

Amnesty International ruft zum weiteren Einsatz für den Friedensnobelpreisträger an Liu Xiaobo auf. Der bekannte Literaturwissenschaftler wurde im Dezember 2009 wegen "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Haft verurteilt. Wenn MenschenrechtsverteidigerInnen in China versuchen, über Menschenrechtsverletzungen zu berichten, politische Maßnahmen zu kritisieren, die als brisant erachtet werden, oder andere für ihre Überzeugungen zu gewinnen, bringen sie sich in große Gefahr. Seit seiner Inhaftierung am 25. Dezember 2009 ruft Amnesty zur Eilbriefaktion für Liu Xiaobo auf.

Machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Eilbriefaktion für Liu Xiaobo!

Amnesty International fordert die bedingungslose Freilassung von Xiaobo. Machen Sie mit und nehmen Sie an der Eilbriefaktion für die Freilassung von Xiaobo teil.

Einen vorformulierten Briefentwurf finden Sie hier: Eilbrief


Neue Buchveröffentlichung: „Wer die Wahrheit spricht, muss immer ein gesatteltes Pferd bereithalten"

Lesebuch zum "Armin T. Wegner Literaturwettbewerb Menschenrechte"

"Wer die Wahrheit spricht..., muss immer ein gesatteltes Pferd bereithalten. Ein Lesebuch." erschienen im Oktober 2010 in der Edition Roesner.

ISBN: 978-3-902300-50-8

info[at]amnesty-schwelm.de

Die „Gabe der Rede" nutzen: In der Tradition Armin T. Wegners und seines Einsatzes für die Menschenrechte geben Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Bürgerinnen und Bürger ihre »Gabe der Rede« für die Menschenrechte mit einem literarischen Beitrag Ausdruck. Anlässlich des 30. Todestages des Dichters, Reiseschriftstellers und »Gerechten der Völker« Armin T. Wegner (geboren 1886 in Elberfeld - gestorben 1978 in Rom) im Jahre 2008 waren sie aufgerufen, Wort für die Menschenrechte zu ergreifen. An dem »Armin T. Wegner Literaturwettbewerb Menschenrechte« beteiligten sich 500 Autorinnen und Autoren aus zwölf verschiedenen Staaten, von denen 30 in diesem Lesebuch Einklang finden. Unter dem von Armin T. Wegner geprägten Sprichwort »Wer die Wahrheit spricht ..., muss immer ein gesatteltes Pferd bereithalten« erinnern sie an den couragierten Schriftsteller, der sich sein ganzes Leben lang für die Verteidigung der Menschenrechte eingesetzt hat. Zu Wegners beispielhaften Taten gehört sein Protestbrief an Hitler - nach der Machtübernahme der Nazis 1933 - , in dem er forderte, die Diskriminierung und Gewalt gegen Juden zu beenden. In diesem Brief heißt es, er schreibe als ein Deutscher, »dem die Gabe der Rede nicht geschenkt wurde, um sich durch Schweigen zum Mitschuldigen zu machen, wenn sein Herz sich vor Entrüstung zusammenzieht.«

Mit einem Nachwort von Günter Wallraff und dem Text „Menschenrecht" von Armin T. Wegner aus seinem Prosaband »Der Ankläger« (1919)

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